Konzertreise Harz, August 2013

Am Freitag, den 23. August startete der Gus Anton – Kammerchor um 7.45 Uhr, zu seiner diesjährigen Konzertreise. Sie führte diesmal nicht ins Ausland, nein der schöne Harz war das Reiseziel.

Wie eine bewaldete Gebirgsinsel erhebt sich der Harz aus dem norddeutschen Tiefland. Seine herrliche, stets abwechslungsreiche Landschaft macht ihn zu einem Paradies für Naturliebhaber.

Mit fast 40 Personen startete der Bus in Remscheid zur Fahrt nach Bad Harzburg. Unterwegs wurde als erster Besuchspunkt die Gustav – Adolf - Stabkirche in Hahnenklee besucht. Im Inneren kann man mit etwas Fantasie nautische Elemente ausmachen, vom Kirchenschiff über die wie Bullaugenerscheinenden runden Kirchenfenster bis zu dem an ein Steuerrad erinnernden Kronleuchter. Die Sänger ließen es sich nicht nehmen, in dieser außer gewöhnlichen Kirche, spontan ein kleines Kirchenkonzert im schönen Ambiente der alten Stabkirche, zu geben.

Gegen 17.30 Uhr wurde unser Domizil für die nächsten Tage, das Sporthotel in Bad Harzburg erreicht.

Am Samstag, den 24. August fuhr der Chor nach Bad Lauterberg um dort im Kultursaal der Stadt eine beschwingtes Konzert zu gegeben. Viele Plakate vor Ort und Vorberichte über den Chor und das Konzert in den Gästezeitungen sorgten dafür, dass wir vor einem voll besetzten Kur - Saal sangen. Auch das Wetter spielte mit und bei strahlendem Sonnenschein war die gute Laune der Besucher schon fast ein Garant für ein gutes Konzert.

Und so war es dann auch, der Chor überzeugte mit Liedern wie z.B. Grüß Euch Gott alle miteinander, Anuschka, Dunkelrote Rosen, Spanish Eyes, Ave Maria no morro und vielen anderen bekannten Liedern. Das Publikum ließ den Chor nicht ohne mehrere Zugaben von der Bühne.

Die Kulturbeauftragte dankte dem Chor und äußerte sich sehr positiv über unseren Chor. Sie würde den Chor sehr gerne zu einem größeren Konzert einladen.

Als kleines Dankeschön, bekam der Chor mehrere Flaschen „Schierker Feuerstein“ einem Kräuterschnaps der im Nachbarort Schierke erzeugt wird, von den Kulturvertretern der Stadt überreicht.

Danach ging es via Braunlage, Torfhaus und Okertalsperre nach Goslar. Diese Stadt wurde dann am Nachmittag mit einer Stadtführung als auch einer Führung durch die Kaiserpfalz, erkundet.

Die alte Reichsstadt Goslar ist Reich an mittelalterlichen Kirchen und fantasievoll verzierten Fachwerkbauten. Die UNESCO ernannte den Stadtkern als auch das Erzbergwerk „Rammelsberg“ zum Weltkulturerbe. Schon in der Bronzezeit bauten die Menschen dort Erze ab. Unsere Reisegruppe war sehr von den Ausführungen und den Details des Stadtführers, beeindruckt.

Am späten Nachmittag kam die Reisegruppe wieder im Hotel an. Nach dem Abendessen ging es dann zu Fuß in die Stadt Bad Harzburg. Dort fand dass überregional sehr bekannte Salz – und Lichterfest, statt. Es war ein Erlebnis, die Stadt durch tausende von bunten Kerzen erleuchtet zu sehen. Tausende Besucher waren auf den Beinen.

Die Harzburg wurde ab dem Jahre 1065 im Auftrag Kaiser Heinrichs dem IV errichtet. Viele Menschen siedelten dann im Umfeld der Burg. 1569 wurde die erste Salzhaltige Quelle entdeckt. Erst ab dem Jahre 1820 begann man, die Quellen für gesundheitsfördernde Solebäder und Trinkkuren zu nutzen. Besonders am unteren Ende der Herzog Wilhelm Straße spürt man das besondere Flair des alten Kurortes Bad Harzburg. Schicke Geschäfte, zahlreiche Cafe`s und Restaurants säumen dort die „Renommiermeile“ der Stadt. Man nennt diese Straße auch schlicht „Bummelallee“. Diese lernten wir dann bei unserem Spaziergang in die Stadt kennen.

Sonntag, den 25. August fuhren wir in die Stadt Wernigerode. Genauer gesagt zum Bahnhof der Harzer Schmalspurbahn, die uns hinauf auf den Brocken, dem mit 1.141 m höchstem Berg Norddeutschlands, bringen sollte.  Diese Fahrt war ein Erlebnis, zumal die Sonne wieder vom Himmel lachte. Dieses ist bemerkenswert, denn an ca. 300 Tagen im Jahr hat man oben auf dem Berg, schlechtes Wetter und schlechte Sicht. Der Brocken hat die niedrigste Baumgrenze aller Deutschen Mittelgebirge mit 1.100 m.

Die Fahrt mit dem Dampfzug dauerte ca. 1 3/4 Std. Oben auf dem Brocken angekommen, war es trotz Sonnenschein, ganz schön kalt und windig. Dafür war die Aussicht grandios.

Nach ca. 1 ½ Std. Aufenthalt, fuhren wir wieder zurück nach Wernigerode, denn der Stadtführer wartete bereits auf uns. Wernigerode ist um das Jahr 1000 entstanden und da um diese Zeit begann auch die große Rodungsperiode. Daher auch, trägt die Stadt wie viele andere im Harz, den Beinamen „Rode“ eben durch Rodungen. Der Heimatdichter Hermann Löns nannte die Stadt bei seinem Aufenthalt 1907 „Bunte Stadt am Harz“. Bestens restaurierte Fachwerkhäuser prägen das Stadtbild. Schade, dass wir nicht länger bleiben konnten.

Montag, den 26. August besuchten wir an unserem letzten Reisetag die Weltkulturstadt Quedlinburg. Der Stadtführer brachte uns diese lebendige Stadt die im Spannungsfeld zwischen Vergangenheit und Zukunft steht, intensiv näher. Bauten der Romantik, 1300 alte Fachwerkhäuser und Villen der Gründerzeit und des Jugendstils atmen Geschichte und Kultur vergangener Epochen. Die UNESCO hat bereits im Jahre 1994 die außerordentliche Bedeutung des Schlossberges und der historischen Altstadt durch die Aufnahme in die Liste der geschützten Kulturdenkmale gewürdigt.
Am Nachmittag traten wir dann müde aber sehr zufrieden, die Rückreise an.

Nun warten bereits die nächste Aufgaben auf den Chor, u.a. mit dem Kirchenkonzert am 13. Oktober in RS - Lüttringhausen in der evangelischen Stadtkirche. Der Quartettverein „Die Räuber“ und der Frauenchor „Pro Musica“ beide aus Gummersbach, werden mitwirken.

Andreas Noll / 31.08.2013

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